Geschichte
Die Gailinger Geschichte
Die Alemannensiedlung Gailingen, deren Namen wohl ins 5. Jahrhundert n.Chr. zurückreicht, wird in einer Urkunde aus dem Jahr 956 erstmals erwähnt.
Der Name „Geilingen“ bezieht sich auf die Bewohner um Geilo. Der Gailinger Pfarrsprengel, ein zentraler Kirchenort umfasste die Gemeinden Obergailingen, Dörflingen, Randegg, Buch und Gottmadingen. Zum Reichsritterschaftsort im Kanton Hegau-Allgäu-Bodensee, in dem verschiedene Adeligen herrschten, gehörte Gailingen bis 1806.
Der Löwenkopf im Wappen der Gemeinde Gailingen erinnert noch heute an die Herren von Randegg, während die drei goldenen Hirschstangen auf blauem Grund auf die frühere Zugehörigkeit Gailingens zur Landgrafschaft Nellenburg hinweisen.
Zwischen den Jahren 1655 und 1657 siedelten sich jüdische Familien an, deren Gemeinde im Jahr 1734 auf 18 Familien angewachsen war. Im Jahr 1855 war Gailingen die drittgrößte Gemeinde im heutigen Landkreis Konstanz mit 908 jüdischen und 950 christlichen Gemeindemitgliedern. Aus der vom Nationalsozialismus zerstörten Gemeinschaft wurden am 22.10.1940 über 200 Juden aus Gailingen deportiert.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde Gailingen im Jahr 1950 mit den Kliniken Schmieder und im Jahr 1972 mit dem Jugendwerk Standort zweier Rehakliniken und der Tourismus entwickelte sich. Im Jahr 1977 erhielt Gailingen die staatliche Anerkennung als Erholungsort.
