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Kurgartenkonzert Rauhenbergmusikanten

Ortsführung durch das jüdische Gailingen
Geschichte und Geschichten, Ortsführung einschließlich jüdischer Friedhof In Gailingen lebten über Jahrhunderte zwei Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Religion, Berufsstruktur und Kultur zusammen – ein Dorf, dessen Ortsbild von der jüdischen Bevölkerung maßgeblich geprägt wurde. Sie wandern entlang jüdischer Spuren bis zum Friedhof, betrachten Häuser und hören von Menschen und ihren Geschichten.

Kuga Sommer
Genießen Sie Livemusik im Kurgarten

Ersatztermin Kurgartenkonzert

Auf den Spuren von Erika & Klaus Mann
Erika und Klaus, die berühmten Thomas-Mann-Kinder, beide Schriftsteller, beide Bohémiens, beide Antifaschisten, beide auf der Flucht, beide Suchende – immer unterwegs. Gemeinsamkeiten gab es viele, doch es war noch mehr: seelisch waren sie aufeinander angewiesen. Gerne gaben sie sich als Twins aus, obwohl sie ein Jahr und neun Tage auseinander waren. Diese tiefe Bindung prägte auch ihr unruhiges Exilleben kreuz und quer durch Europa und die USA. Später wuchs die Distanz zwischen ihnen. Klaus Mann, Autor von bedeutenden Büchern wie »Mephisto«, »Der Vulkan«, »Der Wendepunkt« und »Speed«, schrieb Prosa schon in früher Jugend. Mit zunehmender Drogensucht starb er am 21. Mai 1949 an einer Überdosis Schlaftabletten in Cannes. »Rundherum«, »Escape to Life«, »The other Germany«, »Das Buch von der Riviera« schrieben beide gemeinsam. Erika Mann gründete am 1.1.1933 in München das Kabarett »Die Pfeffermühle«. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wanderte die Pfeffermühle nach Zürich aus und wurde zum wichtigsten europäischen Exil-Kabarett. Erika war Vortragsreisende, Kriegs- und Reise-Reporterin, schrieb Kinderbücher und Theaterstücke. Sie wurde unerlässliche Mitarbeiterin ihres Vaters. Nach dem Tod von Klaus widmete sich Erika mit Eifer und Nachdruck der Veröffentlichung seines Werkes. Sie starb 1969 in der Schweiz. Die beiden Schauspieler Ute Maria Lerner und Mark Weigel wollen sich den Künstlern ebenso wie den Menschen Erika und Klaus Mann nähern. Im Anschluss an die Veranstaltung Diskussion mit dem Publikum

Genusswanderung
Wanderung durch Gailingen mit Zwischenstopps an denen Sie mit Essen und Trinken versorgt werden. Start und Ende ist an der Hochrheinhalle

Am guten Ort - Öffentliche Führung zum Jüdischen Friedhof
Der Jüdische Friedhof Gailingen ist das altehrwürdigste Zeugnis aus der Frühzeit der jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert. Als steinernes Archiv erzählt er mit hebräischen und deutschen Grabinschriften und Bildsymbolen vom Leben der Toten und zeugt von der tiefen Religiosität, die das Landjudentum über die Jahrhunderte auszeichnete. Leitmotiv ist der Glaube auf ein »Olam haba«, eine »kommende Welt« und spirituelles Jenseits. Als mystischer Ort der Stille ist der Friedhof nicht nur ein Ort des Todes und der Trauer sondern erinnert an bekannte und unbekannte Persönlichkeiten der Gailinger Bürgerschaft. Männliche Teilnehmer werden gebeten, den Friedhof nur mit Kopfbedeckung zu betreten.

Besenwirtschaft Zolg
Herzhafte Vesper und eigene Weine, Gruppen, Weinbergrundfahrten und Weinproben ganzjährig

Tag des offnenen Denkmals
11–11:45 Uhr »Ge(k)lebte Erinnerung« – Einblicke in die jüdische Familiengeschichte Guggenheim-Heilbronn, Vortrag Dr. Ina Appel, Rothschildsaal 14–14:45 Uhr »Ge(k)lebte Erinnerung« – Einblicke in die jüdische Familiengeschichte Guggenheim-Heilbronn, Vortrag Dr. Ina Appel, Rothschildsaal Nach dem Vortrag erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Familienjournale, Tagebücher und Korrespondenzen der traditionsreichen, über Generationen in Gailingen ansässigen Familie Guggenheim-Heilbronn. Die Archivalien aus dem Familiennachlass Heilbronn sind im Erdgeschoss des Museums, im Guggenheimsaal ausgestellt und können unter Aufsicht betrachtet werden. In die Familienchroniken geklebte Fotos, Postkarten, Dokumente und handschriftliche Notizen wie Zeitungsartikel geben einen authentischen und detailreichen Spiegel jüdischen Alltagslebens im alemannischen Landjudentum für einen Zeitraum von ca.1880 bis 1938. Die Familiengeschichten der Guggenheim-Heilbronns bilden jüdische Emanzipation, Blüte und Niedergang bzw. das gewaltsame Ende der jüdischen Landgemeinde im Hegau ab

Töpfermarkt
rund 50 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren im Rheinuferpark klassische und moderne Keramik. Mit dabei sind auch ein Korbflechter, ein Bürstenmacher und die Goldschmiedin Karen Lünse aus Gailingen

Museumsnacht Hegau-Schaffhausen
»AugenBlicke«. Zeichen jüdischen Lebens in Gailingen – Sonderausstellung mit Fotografien von Martin Schweingruber Die Sonderausstellung »AugenBlicke« mit Fotografien des Schweizers Martin Schweingruber im Souterrain des Jüdischen Museums richtet den Blick auf gegenwärtige Zeichen jüdischen Lebens in Gailingen. Schwarzweiß- und Farbfotografien fokussieren architektonische Details ehemals von jüdischen Familien bewohnter Häuser, Exponate und Archivalien aus dem Museum sowie Motive vom Jüdischen Friedhof in Gailingen. Hauseingänge, Türrahmen, Balkone, Geländer, aber auch Motive einer im Ort gepflegten Erinnerungskultur lenken die Aufmerksamkeit der Betrachterinnen und Betrachter auf die starke Präsenz jüdischen Lebens, seine Gestaltungskraft und seinen Verlust. Atmosphärische Bildeindrücke des großen jüdischen Friedhofs unterstreichen die jahrhundertealte Erinnerungskultur jüdischer Tradition im Ort. Als steinernes Archiv und mystischer Ort der Stille in Gailingen ist der Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer und des Todes, sondern erzählt in fotografisch nuancierter Perspektive von der Vielfalt des Lebendigen und der Verbindung mit einer wachsenden Natur. Wie nähert man sich einer verdrängten jüdischen Kultur auf achtsame Weise? Die zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten in Gailingen durchgeführten Fotografie-Spaziergänge von Martin Schweingruber erspüren das jüdische Erbe mit großer Sensibilität und offenem Blick. Fragmentarische Bildmomente schaffen ästhetisch gestaltete AugenBlicke und faszinierende Kristallisationspunkte zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In der Spannung von Motiv-, Licht- und Schattenstruktur öffnen sich Dialogfelder und neue Perspektiven

Öffentliche Museumsführung mit Besuch des historischen Ritualbades, Mikwe
Die Geschichte jüdischen Lebens in einer Region ist immer auch die Geschichte vom Umgang mit dem Fremden, seiner Integration und/oder Zurückweisung. Der gemeinsame Gang durch die Dauerausstellung im ehemaligen Schulhaus bietet vielfältige Einblicke in die Entwicklung einer der größten jüdischen Landgemeinden im süddeutschen Raum. Thematisiert werden Gailinger Synagoge, gelebte Religiosität und Alltagsleben, der lange Weg jüdischer Emanzipation sowie Verfolgung und Deportation während des Nationalsozialismus. Führung und Eintritt frei, Spenden sind willkommen



Tourismusportal Westlicher Bodensee
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